In Warhammer Online: Age of Reckoning konnten Sie an gemeinsamen Aufgaben in der offenen Spielwelt teilnehmen, ohne vorher eine feste Gruppe zu suchen. Diese Public Quests fanden in bestimmten Gebieten statt. Für alle Spieler vor Ort galt dasselbe Ziel, das sie in mehreren Phasen verfolgten. Für spätere Phasen brauchten Sie meist mehr Mitspieler.
So entstanden spontane gemeinsame Kämpfe. In einer schwierigen Phase reichten wenige Spieler vor Ort jedoch unter Umständen nicht aus.
So läuft eine Public Quest
Betreten Sie das Gebiet einer Public Quest, zeigt die Benutzeroberfläche das laufende Ziel und den aktuellen Fortschritt. Sie können direkt mitmachen, auch wenn andere Spieler die Quest bereits begonnen haben. Eine Einladung in eine Gruppe ist dafür nicht nötig.
Die Aufgaben bestanden aus mehreren Phasen. Zu Beginn sollten Spieler etwa Gegner besiegen oder Gegenstände sammeln. Spätere Abschnitte konnten stärkere Gegner, Schutzaufgaben oder mehrere Ziele umfassen. Das Handbuch des Originalspiels beschreibt die frühen Phasen als teils allein machbar, während spätere mehr Spieler erfordern konnten.
In der heutigen Fassung des Community-Projekts Return of Reckoning bestehen viele Public Quests typischerweise aus drei Phasen. Spätere Aufgaben haben dort häufig ein Zeitlimit. Scheitert eine solche Phase, startet die Quest nach einer Wartezeit erneut. Diese Angaben beschreiben Return of Reckoning und gelten nicht automatisch für jede Version des ursprünglichen Spiels.
Beute und Einfluss
Die Spieler arbeiteten gemeinsam am Questziel, doch ihre Belohnungen berücksichtigten auch den persönlichen Beitrag. Nach einem erfolgreichen Abschluss konnten Beutetaschen vergeben werden. Darin befanden sich Gegenstände, aus denen der jeweilige Spieler eine Belohnung auswählen konnte. Da nicht genau dokumentiert ist, wie das Originalspiel den persönlichen Beitrag berechnete, lässt sich nicht verlässlich sagen, wie stark die einzelnen Aktionen zählten.
Public Quests brachten außerdem regionalen Einfluss. Diesen Fortschritt konnten Sie bei bestimmten Figuren im Spiel, die nicht von Spielern gesteuert wurden, gegen weitere Belohnungen eintauschen. Dadurch lohnte sich die Teilnahme auch über den einzelnen Abschluss hinaus.
Warum das Zusammenspiel zählt
Wer vorbeikam, konnte sofort beim gemeinsamen Ziel mithelfen, ohne vorher eine Gruppe suchen zu müssen. Zu den Aufgaben gehörten das Besiegen von Gegnern und das Sammeln von Gegenständen; andere verlangten, Nichtspielerfiguren zu beschützen. So hatten die Kämpfe unterschiedliche Ziele. Zeitgenössische Rezensionen lobten besonders die spontanen Gruppen und die anspruchsvollen Abschlüsse, wenn genügend Spieler mitmachten.
Ein Problem entstand, wenn für die Quest mehr Mitspieler nötig waren, als gerade vor Ort waren. Ein einzelner Spieler konnte eine frühe Phase bewältigen und dadurch die nächste auslösen, obwohl diese stärkere Gegner enthielt. Dann blieb oft nur, sich zurückzuziehen und auf einen Fehlschlag samt Neustart zu warten.
Prüfen Sie vor einer anspruchsvollen Phase, wie viele Spieler beteiligt sind. Eine einfache erste Aufgabe sagt wenig darüber aus, ob Sie den gesamten Ablauf allein schaffen. Wenn die Quest ein Zeitlimit anzeigt oder stärkere Gegner auftauchen, lohnt es sich, andere Spieler in der Nähe anzusprechen oder auf Verstärkung zu warten.
Originalspiel und Return of Reckoning
Das ursprüngliche Warhammer Online wurde am 18. Dezember 2013 abgeschaltet. Return of Reckoning ist eine spätere, gemeinschaftlich betriebene Spielumgebung. Nehmen Sie daher nicht einfach an, dass die aktuellen Questregeln und Schwierigkeitsangaben auch für den damaligen Live-Dienst galten.
Auch die Anzahl der Public Quests hängt vom Zeitpunkt der jeweiligen Angabe ab. Das Handbuch nennt mehr als 400; zeitgenössische Vorschauen aus dem Jahr 2008 sprachen von über 300. Die Zahlen stammen aus unterschiedlichen Zusammenhängen und widersprechen sich daher nicht direkt.