SMITE ist ein Multiplayer-Online-Battle-Arena-Spiel (MOBA), das sich von League of Legends und Dota 2 durch die Kameraführung unterscheidet. Statt aus der Vogelperspektive steuern Sie Ihre Gottheit aus der Third-Person-Perspektive, also hinter ihrer Schulter. Dadurch ist jeder normale Angriff ein gezielter Schuss, den Sie manuell treffen müssen, und Sie sehen Gegner und Hindernisse aus Augenhöhe. Das macht das Spiel für Spieler zugänglicher, die mit klassischen MOBAs fremdeln, verlangt aber mehr Treffsicherheit.
Das Spielprinzip bleibt vertraut: Zwei Teams mit je fünf Spielern kämpfen darum, die Basis des Gegners zu zerstören. Die Besonderheit sind die spielbaren Götter aus verschiedenen Mythologien und die Spielmodi, die vom schnellen Deathmatch bis zur taktischen Drei-Spur-Karte reichen.
Warum die Third-Person-Perspektive zählt
Die Kameraführung ist kein kosmetisches Detail, sondern verändert das gesamte Spielgefühl. In klassischen MOBAs klicken Sie auf den Boden, um sich zu bewegen, und Ihre Figur führt Angriffe automatisch aus, sobald ein Gegner in Reichweite ist. In SMITE steuern Sie Ihre Gottheit mit der Tastatur wie in einem Actionspiel, und selbst einfache Angriffe sind sogenannte Skillshots: Sie müssen den Gegner mit einem gezielten Schuss oder Schlag treffen, sonst geht der Angriff ins Leere.
Das hat zwei Folgen. Erstens fühlt sich jeder Kampf direkter an, weil Sie die Animation Ihrer Figur und die Flugbahn Ihrer Fähigkeiten sehen. Zweitens werden Positionierung und Vorhersage wichtiger. Sie müssen nicht nur wissen, welche Fähigkeit Ihr Gegner einsetzt, sondern auch, wohin er sich bewegen wird, um Ihren Angriff zu platzieren. Wer aus anderen Actionspielen kommt, findet sich hier schneller zurecht als in einem klassischen MOBA.
Götter aus vielen Mythologien
Die spielbaren Charaktere sind Gottheiten aus realen Mythologien. Das Angebot umfasst unter anderem nordische, ägyptische, hinduistische, Maya-, chinesische und römische Götter. Jede Gottheit hat vier aktive Fähigkeiten und einen passiven Effekt, die ihren mythologischen Hintergrund widerspiegeln. Der Donnergott Thor schleudert seinen Hammer, die ägyptische Göttin Isis setzt Schutz- und Heilzauber ein, und der chinesische Kriegsgott Guan Yu reitet in die Schlacht.
Die Wahl der Gottheit bestimmt Ihre Rolle im Team. Manche Götter sind robuste Kämpfer, die vorne Schaden einstecken, andere sind Fernkämpfer mit hohem Schadensausstoß, wieder andere unterstützen das Team mit Heilung und Kontrolleffekten. Da jede Gottheit anders spielt, lohnt es sich, mehrere auszuprobieren, bevor Sie sich auf eine festlegen. Die Vielfalt sorgt dafür, dass kaum zwei Partien gleich ablaufen, weil die Zusammensetzung der Teams jedes Mal andere Stärken und Schwächen ergibt.
Die Spielmodi Arena und Conquest
SMITE bietet verschiedene Modi, die unterschiedliche Fähigkeiten trainieren. Der Arena-Modus ist ein 5-gegen-5-Deathmatch in einer Kolosseum-Umgebung. Beide Teams starten mit 500 Tickets, und das Ziel ist es, den Zähler des Gegners auf null zu bringen. Jeder Minion, den ein Gott tötet, zieht ein Ticket ab. Das Töten eines feindlichen Gottes zieht fünf Tickets ab. Dieser Modus ist ideal für Einsteiger, weil er ohne komplexe Kartenziele auskommt und sich auf Kämpfe konzentriert. Sie lernen dort Ihre Fähigkeiten und das Zusammenspiel mit Ihrem Team, ohne sich um Lanes oder Dschungel kümmern zu müssen.
Der Conquest-Modus ist der Hauptmodus von SMITE. Er entspricht der klassischen MOBA-Struktur mit drei Lanes, einem Dschungel zwischen den Lanes und Zielen, die das Team kontrollieren muss. Conquest verlangt mehr Strategie als Arena, weil Sie nicht nur kämpfen, sondern auch Gold und Erfahrung über Minions und Dschungelmonster sammeln müssen. In SMITE 2, der aktuellen Version, ist dieser Modus noch in der geschlossenen Alpha. Die Entwickler haben noch kein Tutorial gebaut. Neue Spieler sind daher auf Anleitungen aus der Community angewiesen.
Die Conquest-Karte verstehen
Die Conquest-Karte folgt dem bekannten MOBA-Schema: Drei Lanes verbinden die beiden Basen, und zwischen den Lanes liegt der Dschungel mit neutralen Monstern. Jede Lane wird von Türmen und Phönixen verteidigt, die Sie zerstören müssen, um zur Basis des Gegners zu gelangen. Die Basis selbst enthält den Titanen, einen mächtigen Wächter, dessen Zerstörung das Spiel beendet.
Der Dschungel ist kein Beiwerk, sondern ein zentraler Teil der Strategie. Dort finden Sie Buff-Camps, die Ihrem Gott vorübergehende Verstärkungen geben, sowie größere Ziele wie den Feuerriesen, der Ihrem gesamten Team einen starken Buff gewährt. Die Kontrolle über diese Ziele entscheidet oft über den Ausgang einer Partie. Ein Team, das den Dschungel dominiert, hat mehr Ressourcen und kann die Lanes unter Druck setzen.
Die Karte ist symmetrisch aufgebaut, sodass beide Teams die gleichen Bedingungen haben. Der Unterschied liegt in der Ausführung: Wer die Minions besser managt, wer die Buffs zur richtigen Zeit holt und wer die Kämpfe um die großen Ziele gewinnt, verschafft sich einen Vorteil. In den Community-Guides zu Conquest werden genau diese Grundlagen erklärt: Teamzusammensetzung, Siegbedingungen, Kartenziele, Rollen und geeignete Götter.
Rollen in Conquest
In Conquest übernimmt jeder Spieler eine Rolle, die seine Position auf der Karte und seine Aufgabe im Team bestimmt. Die übliche Aufteilung umfasst den Solo-Laner, der allein auf einer Lane kämpft, den Mid-Laner in der Mitte und den Jungler, der durch den Dschungel streift und Lanes unterstützt. Dazu kommen zwei Spieler auf der Duo-Lane: ein Support und ein Carry. Der Carry ist der Hauptschadensverursacher, der in der Spätphase des Spiels stark wird, während der Support ihn beschützt und das Team mit Kontrolleffekten unterstützt.
Die Teamdynamik entsteht aus dem Zusammenspiel dieser Rollen. Der Jungler entscheidet, welche Lane er zuerst gankt, also überraschend angreift, um einen Gegner zu töten oder zu vertreiben. Der Support muss die Sicht auf der Karte kontrollieren, indem er Wards setzt, die gegnerische Bewegungen aufdecken. Der Solo-Laner hält seine Lane und versucht, den Gegner zu übertrumpfen. Keine Rolle funktioniert isoliert; ein gutes Team koordiniert Angriffe, tauscht Informationen und entscheidet gemeinsam, wann es um Ziele kämpft.
Für Einsteiger ist diese Koordination die größte Hürde. Die Community-Guides zu Conquest variieren in der Tiefe, von kurzen Übersichten bis zu detaillierten Analysen, und erklären genau, welche Rolle was zu tun hat und welche Götter für welche Rolle geeignet sind. Wer mit Arena beginnt, lernt die Grundlagen des Kämpfens, bevor er sich an die komplexere Conquest-Struktur wagt.
Einstieg mit Auto-Buy und Auto-Level
Hi-Rez Studios, die Entwickler von SMITE, haben Funktionen eingebaut, die den Einstieg vereinfachen. Die Auto-Buy-Funktion kauft automatisch passende Gegenstände für Ihre Gottheit, und die Auto-Level-Funktion verteilt die Fähigkeitspunkte automatisch. Sie können diese Funktionen jederzeit deaktivieren, sobald Sie sich sicher fühlen, aber gerade in den ersten Partien nehmen sie Ihnen die Entscheidung ab, welche Gegenstände sinnvoll sind und welche Fähigkeit Sie zuerst verbessern sollten.
Diese Hilfen ersetzen kein Verständnis des Spiels, aber sie senken die Einstiegshürde. Sie können sich auf das Kämpfen und die Positionierung konzentrieren, statt im Shop nach den richtigen Gegenständen zu suchen. Sobald Sie die Grundlagen beherrschen, lohnt es sich, die automatischen Funktionen abzuschalten und eigene Builds auszuprobieren, weil die Gegenstandswahl einen großen Einfluss auf die Stärke Ihrer Gottheit hat.