Tales of Solaris: Klassen, Haustiere, Gameplay und aktuelle Verfügbarkeit
Tales of Solaris war ein kostenloses Browser-MMORPG mit Anime-Optik, rundenbasierten Kämpfen und einer Fantasywelt, in der Magie und Maschinen zusammengehören. Das Spiel erschien auch unter dem Namen Tales of Laputa und richtete sich vor allem an Spieler, die einen leicht zugänglichen Rollenspiel-Einstieg mit Quests, Haustieren und automatisierten Abläufen suchten.
Die westliche Version gilt heute als eingestellt. Die frühere Version auf Armor Games wurde entfernt, und ein offizieller, aktuell funktionierender Zugang ließ sich nicht bestätigen. Hinweise auf einen möglichen chinesischen Server sind nicht ausreichend belegt.
Was war Tales of Solaris?
Tales of Solaris gehörte zur Generation der Browser-Rollenspiele, die ohne umfangreiche Installation direkt im Browser liefen. Die Veröffentlichung wird mit NGames und Game321 in Verbindung gebracht. Das Spiel kam im Jahr 2013 auf den Markt und wurde in älteren Beschreibungen teils weiterhin als Tales of Laputa bezeichnet.
Zum Grundprinzip gehörten:
- Quests und Charakterentwicklung
- rundenbasierte Kämpfe
- mehrere Charakterklassen
- kämpfende Haustiere
- automatische Wegfindung
- Dungeons für Einzelspieler und Gruppen
- Spieler-gegen-Spieler-Kämpfe
- tägliche und wöchentliche Aktivitäten
- Ausrüstung und Verbesserungen
Obwohl das Spiel als MMORPG vermarktet wurde, verlief ein großer Teil des Fortschritts allein. Andere Spieler kamen vor allem bei Gruppeninhalten, sozialen Aktivitäten und Wettbewerben ins Spiel.
Die Welt von Laputa
Die Handlung spielt in Laputa, einer Fantasywelt mit einer schwebenden Stadt und einer langen Vorgeschichte zwischen Menschen und Dämonen. Die Menschen konnten einen früheren Krieg mit Unterstützung ihres Gottes Morias gewinnen. Zu seinen Ehren entstand ein Orden, der sein Wissen bewahrt.
Viele Jahre später kehrt die Bedrohung zurück. Die Menschen müssen sich erneut gegen dämonische Kräfte und andere Monster behaupten. Der Spieler übernimmt dabei die Rolle eines Helden, der dem Orden hilft, die Hintergründe der Angriffe zu untersuchen.
Die überlieferten Beschreibungen verwenden bei Namen und Einzelheiten unterschiedliche Begriffe. Der gemeinsame Kern bleibt jedoch klar: Eine friedliche, von Magie und Technik geprägte Welt wird von einer alten Bedrohung erschüttert.
So funktionierte das Gameplay
Rundenbasierte Kämpfe
Die Kämpfe liefen rundenweise ab. Spieler wählten Fähigkeiten und Ziele für den eigenen Charakter sowie für das begleitende Haustier. Dadurch entstand ein klassischer Rollenspielablauf, bei dem die Zusammenstellung der Gruppe und die Wahl der Fähigkeiten eine Rolle spielten.
Für gewöhnliche Begegnungen gab es zusätzlich einen automatischen Kampf. Dieser übernahm wiederkehrende Aktionen und beschleunigte das Erledigen schwächerer Gegner. Gegen anspruchsvollere Gegner bot die manuelle Auswahl mehr Kontrolle, allerdings beschrieben Spieler die taktische Tiefe insgesamt als begrenzt.
Quests und automatische Wegfindung
Quests führten durch die Welt und gaben die nächsten Ziele vor. Ein Klick auf einen Questort oder ein markiertes Ziel konnte den Charakter automatisch dorthin navigieren.
Diese Funktion senkte die Einstiegshürde und ersparte langes Suchen. Gleichzeitig empfanden manche Spieler die automatische Wegführung als zu dominant, weil sie einen Teil der Erkundung übernahm.
Dungeons, Ereignisse und PvP
Neben den normalen Quests zählten Einzel- und Gruppendungeons, Kämpfe gegen andere Spieler und zeitlich begrenzte Ereignisse zu den weiteren Aktivitäten von Tales of Solaris. Überlieferte Beschreibungen führen auch Handwerk, Raids und regelmäßige Aufgaben auf.
Die genaue Ausgestaltung einzelner Systeme hing offenbar von der jeweiligen Version und Region ab. Eine vollständige offizielle Übersicht aller Inhalte ist heute nicht mehr zuverlässig verfügbar.
Die sechs Charakterklassen
Zeitgenössische Ankündigungen nennen sechs Klassen. Übersetzungen und Bezeichnungen unterscheiden sich in älteren Beschreibungen teilweise, daher können einzelne Namen je nach Version anders erscheinen.
| Klasse | Spielweise |
|---|---|
| Krieger | Robuster Nahkämpfer mit Schwerpunkt auf Verteidigung |
| Assassine | Schneller Nahkämpfer mit Dolchen und hohem Angriffstempo |
| Magier | Magischer Angreifer mit starkem Schaden |
| Zauberer | Spezialist für Schwächungen und Kontrolle |
| Priester | Unterstützer mit Heilung und Hilfsfähigkeiten |
| Sniper | Fernkämpfer mit Schusswaffen |
Der Krieger eignete sich für Spieler, die im direkten Kampf viel einstecken wollten. Aus der Entfernung griff der Sniper an; der Assassine setzte dagegen auf schnelle Angriffe. Magier und Zauberer nutzten unterschiedliche Formen von Magie. Der Priester unterstützte die Gruppe und hielt Verbündete am Leben.
Für Einsteiger boten Krieger und Priester einen verständlichen Zugang. Wer lieber aus der Distanz angriff, fand im Sniper eine passende Wahl. Die Klassen unterschieden sich vor allem durch ihre Fähigkeiten und ihren bevorzugten Kampfstil.
Haustiere als wichtiger Teil des Spiels
Haustiere, im Spiel häufig als „Pets“ bezeichnet, begleiteten den Charakter in Kämpfen und gehörten zu den auffälligsten Sammelsystemen. Spieler konnten Eier erhalten, Haustiere aus Missionen gewinnen oder sie über andere Spielmechaniken erwerben.
Die Haustiere verfügten über eigene Stufen und konnten sich weiterentwickeln. Dadurch blieb die Sammlung auch nach der Charaktererstellung relevant. Beschreibungen nennen verschiedene Kategorien wie Pflanzen, Puppen, Tiere, Elfen, Drachen und Maschinen.
Eine ältere Spielübersicht spricht von mehr als 150 Arten. Diese Zahl ist nicht durch eine offizielle vollständige Liste bestätigt und sollte daher als historische Angabe verstanden werden. Sicher ist, dass das Haustiersystem deutlich über eine rein dekorative Begleitung hinausging.
Freizeitaktivitäten in Laputa
Laputa bestand nicht ausschließlich aus Kämpfen. Das Spiel bot auch Aktivitäten, die den Charakteralltag auflockerten. Dazu gehörten:
- Aufenthalte am Strand
- Partys auf einer Jacht
- Wettbewerbe
- soziale Begegnungen
- Sammel- und Entwicklungsaufgaben rund um Haustiere
Diese Inhalte passten zur bunten Gestaltung und zum eher familienfreundlichen Erscheinungsbild des Spiels. Sie sollten Abwechslung zu Quests und Kämpfen schaffen.
Kostenlos spielbar, aber mit deutlicher Premium-Ausrichtung
Tales of Solaris war als kostenloses Spiel angelegt. Der Zugang kostete zunächst kein Geld, allerdings setzte das Spiel stark auf Premiumwährung, VIP-Vorteile und käufliche Verbesserungen.
Spielerberichte nennen unter anderem:
- häufige Kaufangebote
- stärkere Gegenstände gegen Echtgeld
- Vorteile für VIP-Spieler
- kostenpflichtige Verbesserungen von Fähigkeiten
- Premium-Reisemöglichkeiten
- wiederholte Aufforderungen zum Aufladen des Spielkontos
Wer nur die Handlung und einfache Quests erleben wollte, konnte das Spiel offenbar auch ohne Zahlung nutzen. Für wettbewerbsorientierte Spieler hatten gekaufte Vorteile jedoch spürbare Bedeutung. Zeitgenössische Berichte bewerteten die Finanzierung deshalb als aufdringlich und teilweise als spielentscheidend.
Stärken und Schwächen im Überblick
| Stärken | Schwächen |
|---|---|
| Leicht verständlicher Einstieg | Begrenzte taktische Tiefe |
| Bunte Anime-Gestaltung | Viele automatische Abläufe |
| Rundenbasierte Kämpfe | Wiederholende Begegnungen |
| Haustiere mit eigener Entwicklung | Häufige Premium-Angebote |
| Automatische Quest-Wegführung | Uneinheitliche Übersetzungen |
| Einzelspiel auch ohne feste Gruppe | Soziale Elemente weniger ausgeprägt als bei vielen MMORPGs |
| Viele Quests und Nebenaktivitäten | Handlung teilweise schwer nachvollziehbar |
Die größte Stärke lag in der Zugänglichkeit. Neue Spieler konnten schnell Quests annehmen, Ziele erreichen und den Charakter verbessern. Das Haustiersystem gab der Entwicklung eine zusätzliche Sammelkomponente.
Wer komplexe Kämpfe, freie Erkundung oder eine dauerhaft aktive Spielwelt erwartet, dürfte dagegen enttäuscht werden. Automatischer Kampf und automatische Navigation nahmen dem Spiel einen Teil der Entscheidungsfreiheit. Dazu kamen die aufdringliche Monetarisierung und die uneinheitliche Lokalisierung.
Ist Tales of Solaris noch verfügbar?
Die frühere westliche Version ist nach heutigem Kenntnisstand nicht mehr als regulär unterstütztes Browserspiel verfügbar. MMORPG.com führt den Titel als eingestellt. Armor Games entfernte die dortige Version, nachdem das Spiel über längere Zeit nicht zuverlässig funktioniert hatte.
Einzelne alte Verzeichnisse können weiterhin Spiel- oder Seitenverweise anzeigen. Solche Einträge belegen keinen aktiven Server. Auch die frühere Game321-Zielseite ist nicht als verlässlicher Zugang bestätigt.
In Community-Diskussionen taucht außerdem der Hinweis auf einen möglichen chinesischen Server auf. Für dessen aktuellen Betrieb, Betreiber und Zugangsweg gibt es jedoch keine unabhängige Bestätigung. Wer heute nach Tales of Solaris sucht, sollte deshalb davon ausgehen, dass kein sicherer offizieller Zugang zur westlichen Version bereitsteht.
Von inoffiziellen Downloads, unbekannten Serverdateien und angeblichen Wiederherstellungsprogrammen ist abzuraten. Bei solchen Angeboten bestehen Risiken durch Schadsoftware, gestohlene Kontodaten, Urheberrechtsprobleme und nicht nachvollziehbare Änderungen am Spiel.
Für wen lohnt sich Tales of Solaris heute?
Als aktuelles Online-Spiel eignet sich Tales of Solaris kaum, weil die westliche Version offenbar abgeschaltet wurde. Als historisches Beispiel für Browser-MMORPGs bleibt der Titel jedoch interessant.
Das Spiel spricht besonders Leser an, die sich für folgende Themen interessieren:
- vergessene Browser-Rollenspiele
- Anime-Fantasy mit Magie und Technik
- rundenbasierte Kämpfe
- Sammeln und Entwickeln von Haustieren
- MMORPGs aus den 2010er-Jahren
- die Geschichte kostenloser Online-Spiele
Wer ähnliche Spiele sucht, sollte auf moderne Titel mit offiziell erreichbaren Servern und zeitgemäßer Browser- oder PC-Unterstützung achten. Das ursprüngliche Spiel lässt sich heute vor allem als Teil der Browser-Spielgeschichte einordnen.
Häufige Fragen zu Tales of Solaris
Ist Tales of Solaris dasselbe Spiel wie Tales of Laputa?
Ja, beide Namen werden derselben Spielreihe beziehungsweise derselben Browser-Rollenspielveröffentlichung zugeordnet. Tales of Laputa gilt als früherer oder alternativer Name. In älteren Spieltexten blieben beide Bezeichnungen teilweise nebeneinander bestehen.
Wer entwickelte Tales of Solaris?
Das Spiel wird mit NGames und Game321 verbunden. Je nach Verzeichnis fällt die Zuordnung von Entwickler und Herausgeber unterschiedlich aus.
War Tales of Solaris kostenlos?
Der Einstieg war kostenlos. Das Spiel finanzierte sich über Premiumwährung, VIP-Vorteile und käufliche Verbesserungen. Spieler konnten grundsätzlich ohne Zahlung vorankommen, hatten gegenüber zahlenden Spielern aber Nachteile bei Stärke und Fortschritt.
Wie viele Klassen gab es?
Zeitgenössische Ankündigungen nennen sechs Klassen: Krieger, Zauberer, Sniper, Priester, Magier und Assassine. Andere Übersetzungen verwenden teilweise abweichende Bezeichnungen.
Hatte Tales of Solaris Haustiere?
Ja. Haustiere begleiteten Charaktere im Kampf, besaßen eigene Stufen und konnten sich weiterentwickeln. Sie gehörten zu den zentralen Sammel- und Fortschrittssystemen des Spiels.
Ist Tales of Solaris noch online?
Die frühere westliche Version erscheint eingestellt und ist auf bekannten Plattformen nicht mehr verfügbar. Ein möglicher chinesischer Server wurde in einer Community-Diskussion erwähnt, konnte aber nicht verlässlich bestätigt werden.
Kann man Tales of Solaris heute sicher spielen?
Ein offizieller, verlässlich erreichbarer Zugang ist nicht bekannt. Unbekannte Downloads und inoffizielle Serverangebote sollten wegen möglicher Sicherheits- und Rechtsrisiken gemieden werden.
Fazit
Tales of Solaris verband bunte Anime-Fantasy mit rundenbasierten Kämpfen, sechs Charakterklassen, Haustieren und automatischer Quest-Navigation. Der einfache Einstieg machte das Browser-MMORPG zugänglich, während die Mischung aus Einzelspiel und sozialen Aktivitäten verschiedene Spielweisen erlaubte.
Seine Grenzen lagen bei der taktischen Tiefe, den wiederholenden Kämpfen, der uneinheitlichen Handlung und der starken Premium-Ausrichtung. Heute ist vor allem der historische Wert des Spiels geblieben: Tales of Solaris steht beispielhaft für eine Zeit, in der Browser-MMORPGs ohne große Installation ein vollständiges Online-Rollenspiel versprachen.