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Neverwinter: Lohnt es sich?

Neverwinter verbindet die Fantasywelt von Dungeons & Dragons mit Echtzeitkämpfen in einem Online-Rollenspiel. Sie steuern Ihre Figur direkt, zielen auf Gegner und weichen Angriffen aus. So spielt sich der Kampf direkter als in vielen klassischen D&D-Rollenspielen mit Rundenkämpfen.

Ältere Tests kommen zu einem gemischten Urteil: Die Kämpfe und gemeinsamen Dungeons machen Spaß. Quests wiederholen sich jedoch, und die Welt wirkt stellenweise wie aus einzelnen Abschnitten zusammengesetzt. Wenn Sie eine genaue digitale Umsetzung der Pen-and-Paper-Regeln erwarten, sollten Sie Ihre Erwartungen anpassen.

Echtzeitkämpfe in Neverwinter

In Neverwinter laufen Kämpfe in Echtzeit ab. Sie steuern Bewegung und Angriffe selbst und müssen angekündigten Attacken ausweichen. In Gruppen ergänzen sich Rollen wie Tank, Schadensausteiler und Heiler. Ein Tank bindet Gegner, während die anderen Figuren Schaden verursachen oder die Gruppe unterstützen.

Der Test von MMORPG.com aus dem Jahr 2023 beschreibt das Kampfsystem als gut spielbar, aber wenig eigenständig. GameSpot lobte 2014 den direkten Kampf. Wenn Sie gern aktiv ausweichen und Fähigkeiten einsetzen, dürfte Ihnen das Kampfsystem eher liegen als taktische Rundenkämpfe.

Allein oder in der Gruppe

Ältere Tests zufolge ließen sich viele Inhalte der Hauptgeschichte allein spielen. GameSpot erwähnte außerdem einen Begleiter, der die eigene Figur unterstützen konnte. MeinMMO hob 2019 die gemeinsame Erkundung, die Geschichte und die Dungeons als Stärken hervor. In Gruppen kommen Rollenverteilung und abgestimmte Kämpfe besonders bei gemeinsamen Inhalten zur Geltung.

Die Angaben zur Gruppengröße und zu den Dungeons zeigen nicht, wie das Spiel heute aussieht. GameStar beschrieb 2013 in der offenen Beta Gruppen mit fünf Spielern und nannte zwölf Dungeons. Diese Zahlen beziehen sich auf den damaligen Test. Sie belegen auch nicht, wie lange Spieler heute bei der Gruppensuche warten oder wie viele Spieler aktiv sind.

Neverwinter und die D&D-Regeln

Neverwinter greift D&D-Fantasy, Klassenrollen und Abenteuer auf. Die Regeln und die Figurenerschaffung bilden das Pen-and-Paper-Spiel jedoch nicht vollständig ab. MMORPG.com betonte 2023, dass beides deutlich vereinfacht ist. Das Spiel fühlt sich eher wie ein Fantasy-Abenteuer mit anderen Spielern an als wie eine digitale Runde nach dem vollständigen D&D-Regelwerk.

Die Tests bewerten die Geschichte unterschiedlich. MeinMMO beschrieb 2019 eine fortlaufende Handlung, die durch Quests und Gebiete ein gemeinsames Abenteuergefühl schaffen könne. GameSpot kritisierte dagegen wenig einprägsame Geschichten und Aufgaben, die sich oft wiederholen. Die Quests und Gebiete gehören zur fortlaufenden Handlung, doch viele Aufgaben laufen ähnlich ab.

Shop und wiederholte Quests

Die Kritik an der Monetarisierung hängt stark vom Zeitpunkt des jeweiligen Tests ab. GameStar bemängelte 2013 in der offenen Beta, dass sich Ausrüstung über eine Spielwährung beschaffen ließ, die auch gegen Echtgeld erhältlich war. GameSpot schrieb 2014, der damalige Hauptfortschritt sei ohne Shopkäufe möglich gewesen, einzelne Angebote seien aber teuer. MMORPG.com beschrieb 2023 Echtgeldangebote, Beutekisten und einen Kampfpass und sah darin eine Möglichkeit, den Fortschritt zu beschleunigen.

Diese Einschätzungen zeigen nicht, welche Preise und Shopregeln heute gelten. Prüfen Sie deshalb vor dem Einstieg direkt im Spiel, welche Gegenstände Geld kosten und ob Sie sie für Ihren gewünschten Fortschritt brauchen. Ältere Tests bemängeln außerdem, dass sich Quests oft ähneln und die Welt weniger zusammenhängend wirkt als in manchen anderen Online-Rollenspielen.

Für wen passt Neverwinter?

Neverwinter passt zu Ihnen, wenn Sie ein D&D-Fantasysetting mit direkter Action verbinden und gelegentlich mit anderen Spielern Dungeons bestreiten möchten. Ältere Tests zufolge können Sie auch allein anfangen. Wenn Ihnen dagegen taktische Kämpfe nach D&D-Regeln, durchgehend abwechslungsreiche Aufgaben oder eine zusammenhängende Spielwelt besonders wichtig sind, sprechen die bekannten Kritikpunkte gegen das Spiel.

Berichte über die frühere Foundry, einen Editor für Abenteuer von Spielern, sagen nichts über heutige Inhalte aus. Es ist nicht bestätigt, ob dieser Editor noch verfügbar ist. Auch aktuelle Plattformen, die Gruppensuche und Endspielinhalte sind nicht verifiziert.