League of Legends: Der Einstieg ins MOBA-Genre
League of Legends ist ein MOBA (Multiplayer-Online-Battle-Arena-Spiel). Zwei Teams treten in einer Arena gegeneinander an. Jeder Spieler steuert eine Spielfigur. Das Ziel ist es, die gegnerische Basis zu zerstören.
Das Spiel gehört weltweit zu den meistgespielten Titeln. Es gilt als der einfachste Einstieg ins Genre: Es ist kostenlos spielbar, und die Regeln sind schneller verständlich als in vergleichbaren Spielen wie DotA 2.
Zwei Teams, ein Ziel
Die Spielregel ist schnell erklärt. Zwei Teams mit je fünf Spielern treten auf einer symmetrischen Karte gegeneinander an. Jede Seite hat eine Basis. In ihrer Mitte steht der Nexus, ein Gebäude, das die Vasallen hervorbringt. Vasallen sind computergesteuerte Einheiten. Sie marschieren regelmäßig über drei Wege, die Lanes, zur gegnerischen Basis. Sie kämpfen gegen die Vasallen des Gegners und gegen Türme, die die Wege sichern.
Das Ziel ist es, mit den eigenen Vasallen durch die gegnerischen Türme zu kämpfen und den Nexus des Gegners zu zerstören. Wer das schafft, gewinnt die Partie. Hinter dem eigenen Nexus liegt die Beschwörerplattform. Dort bekommt die Spielfigur schnell Lebenspunkte und Mana zurück und kann bei einem Händler Gegenstände kaufen.
Die fünf Positionen im Team
Die fünf Spieler eines Teams verteilen sich auf feste Rollen. Jede Rolle hat andere Aufgaben. In der Top-Lane spielt ein zäher Kämpfer, der allein gegen einen Gegner besteht. Der Jungler bewegt sich durch den Dschungel in der Kartenmitte, greift überraschend an und sichert wichtige neutrale Ziele. In der Mid-Lane spielt ein Champion mit hohem Schaden, der früh im Spiel Druck aufbauen kann. Die Bot-Lane teilen sich zwei Spieler: der Schütze, der vor allem im späteren Spielverlauf großen Schaden austeilt, und der Support, der sein Team mit Schutz und Kontrolle unterstützt.
Diese Rollenverteilung ist nicht starr vorgeschrieben, aber sie ist die übliche Spielweise. Als Einsteiger sollten Sie sich zu Beginn auf eine Rolle konzentrieren und die dazugehörigen Champions lernen, statt alles gleichzeitig auszuprobieren.
Über 140 Champions zur Auswahl
League of Legends bietet mehr als 140 Champions. Das sind spielbare Helden mit jeweils vier Fähigkeiten und einem passiven Talent. Die Auswahl reicht von Magiern über Schützen bis zu Panzern und Assassinen. Jeder Champion hat eine eigene Spielweise. Die Unterschiede sind deutlich spürbar: Ein Magier wirkt aus der Distanz, ein Assassine springt in den Kampf und verschwindet wieder, ein Panzer hält Schaden aus und schützt die eigenen Reihen.
Für den Anfang lohnt es sich, mit einem einfachen Champion zu starten, dessen Fähigkeiten leicht zu verstehen sind. Jede Woche wechselt eine Auswahl an Champions, die Sie ohne Freischaltung testen können. Die Beschreibungen der Fähigkeiten erklären, was jede Fertigkeit bewirkt. Die große Auswahl ist eher ein Vorteil als eine Hürde, weil sie für Abwechslung sorgt. Sie müssen nicht alle Champions kennen, um gut zu spielen.
Kostenlos spielen, aber nicht alles gratis
League of Legends ist kostenlos spielbar. Sie laden das Spiel herunter, erstellen ein Konto und können sofort loslegen. Das Geschäftsmodell nutzt zwei Währungen: Mit der im Spiel verdienten Währung schalten Sie Champions frei. Mit Echtgeld kaufen Sie vor allem kosmetische Inhalte wie Skins, also alternative Darstellungen der Champions. Diese Käufe verändern die Spielstärke nicht, sondern nur das Aussehen.
Das unterscheidet League of Legends von DotA 2, wo alle Helden von Beginn an verfügbar sind. In League of Legends müssen Sie sich die Champions erst nach und nach erspielen. Für Einsteiger ist das kein Nachteil, weil die anfangs verfügbaren Champions ausreichen, um die Grundlagen zu lernen. Wer regelmäßig spielt, sammelt die Währung schneller an, als Sie denken.
Warum LoL zugänglicher wirkt als DotA 2
Beim Einstieg ins MOBA-Genre wird am häufigsten mit DotA 2 verglichen, weil beide Spiele dieselbe Grundidee teilen. DotA 2 ist komplexer und langsamer, verlangt aber auch mehr Vorwissen und Präzision. League of Legends ist farbenfroher, die Karte ist klarer lesbar, und die Mechaniken sind einfacher.
Die Fähigkeiten der Champions sind in League of Legends oft leichter zu verstehen. Die Gegenstände haben klarere Effekte, und das Spiel führt Einsteiger mit Hinweisen und Empfehlungen durch die ersten Partien. DotA 2 setzt mehr Eigeninitiative voraus und bestraft Fehler härter. Wer noch nie ein MOBA gespielt hat, kommt in League of Legends schneller zu ersten Erfolgserlebnissen, weil die Lernkurve am Anfang flacher ist.
Das bedeutet nicht, dass League of Legends ein einfaches Spiel ist. Die Tiefe entsteht durch das Zusammenspiel der Champions, die Taktik im Team und die Entscheidungen während einer Partie. Aber die Grundlagen sind leichter zu lernen, und genau darauf kommt es beim Einstieg an.