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Dota 2: MOBA-Prinzip und Einstieg

Dota 2 ist ein kostenloses Online-Spiel, in dem zwei Teams aus je fünf Spielern die gegnerische Basis zerstören. Das Genre heißt MOBA (Multiplayer Online Battle Arena). Dota 2 gilt als das anspruchsvollste Spiel seiner Art, weil es viele Helden, Gegenstände und taktische Entscheidungen kombiniert. Wer einsteigt, braucht Geduld, bekommt aber ein Spiel, das auch nach Hunderten Stunden noch Neues bietet.

So funktioniert Dota 2

Jede Partie beginnt mit der Heldenwahl. Jeder Spieler steuert einen von vielen Helden, die sich in Angriffstyp, Fähigkeiten und Rolle unterscheiden. Die Helden sind alle von Anfang an freigeschaltet, es gibt keine Vorteile durch Bezahlung. Geld fließt nur in kosmetische Gegenstände wie Skins oder Sprachpakete.

Das Spielfeld ist symmetrisch aufgebaut. Zwei Basen liegen an gegenüberliegenden Ecken. Drei Wege, die Lanes genannt werden, verbinden sie. Zwischen den Lanes liegt der Dschungel mit neutralen Kreaturen, die keinem Team gehören. In jeder Basis steht das Ancient, ein großes Gebäude, das es zu zerstören gilt. Davor verteidigen Türme und Kasernen die Wege.

Während einer Partie sammeln die Spieler Gold und Erfahrung, indem sie gegnerische Einheiten, Helden und Gebäude besiegen. Mit dem Gold kaufen sie Gegenstände, die ihren Helden stärker machen. Mit der Erfahrung steigen sie im Level auf und schalten stärkere Fähigkeiten frei.

Die Karte und ihre Ziele

Die drei Lanes heißen oben, Mitte und unten. Auf jeder Lane marschieren regelmäßig Wellen von Kreaturen, den Creeps, in Richtung der gegnerischen Basis. Wer den letzten Treffer auf einen Creep setzt, bekommt das Gold. Diese Technik heißt Last Hitting und ist die wichtigste Grundfertigkeit im Spiel.

Türme beschädigen gegnerische Einheiten und Helden in ihrer Nähe. Sie fallen erst, wenn die vorderen Verteidigungslinien durchbrochen sind. Hinter den Türmen stehen die Kasernen. Zerstört ein Team eine Kaserne, werden die eigenen Creeps auf dieser Lane stärker und das gegnerische Team verliert dauerhaft Druck auf dieser Lane.

In der Mitte der Karte, im Fluss, lebt Roshan, ein mächtiger neutraler Boss. Wer ihn besiegt, erhält einen Gegenstand, der einen gefallenen Helden wiederbelebt, oder einen, der den Träger für kurze Zeit unverwundbar macht. Roshan ist deshalb ein häufiges Ziel für koordinierte Angriffe, besonders in der späten Partie.

Die fünf Rollen

In Dota 2 übernimmt jeder Spieler eine von fünf Rollen, die festlegen, wer wie viel Gold und Erfahrung bekommt. Die Einteilung folgt der Priorität: Position 1 bekommt am meisten, Position 5 am wenigsten.

Position 1, der Carry, ist der Hauptschadensverursacher. Er braucht in der frühen Phase Schutz und sammelt in Ruhe Gold und Erfahrung, um im späten Spielverlauf entscheidend zu werden. Position 2, der Midlaner, spielt allein auf der mittleren Lane und versucht, durch schnelle Levelvorteile das Spielgeschehen zu beeinflussen. Position 3, der Offlaner, hält die schwierige Lane gegen zwei Gegner und baut dafür auf Robustheit.

Die Positionen 4 und 5 sind die Supports, also die Unterstützer. Sie kaufen Gegenstände, die dem Team helfen, etwa Wards (Beobachtungsposten) zur Sichtkontrolle, und verzichten selbst auf viel Gold. Der Hard Support, Position 5, kümmert sich vor allem um die Versorgung des Carrys in der Anfangsphase. Der Soft Support, Position 4, zieht häufiger umher und unterstützt andere Lanes.

In öffentlichen Spielen ohne feste Gruppe ist die Rollenverteilung oft unklar. Wer allein spielt, sollte sich vor der Heldenwahl ansehen, was das Team braucht, und nicht einfach einen Helden wählen, der viel Gold und Erfahrung braucht, wenn schon zwei andere Spieler dasselbe vorhaben.

Die Lernkurve

Dota 2 braucht mehr Einarbeitung als die meisten anderen Spiele. Jeder Held hat vier Fähigkeiten, die sich gegenseitig beeinflussen. Dazu kommen über hundert Gegenstände, bei denen Kombination und Kaufzeitpunkt wichtig sind. Wer neu anfängt, verliert die ersten Partien mit hoher Wahrscheinlichkeit, weil die Gegner die Mechaniken besser beherrschen.

Die wichtigsten Grundfertigkeiten sind Last Hitting, das Denying und die Positionierung. Beim Denying zerstört man eigene, fast tote Creeps, damit der Gegner kein Gold und keine Erfahrung bekommt. Diese Technik gibt es in kaum einem anderen Spiel und sie ist in Dota 2 zentral.

Das Spiel bietet ein Tutorial und die Möglichkeit, gegen Bots zu üben. Beides lohnt sich für die ersten Stunden. Danach hilft es, sich auf wenige Helden zu beschränken, statt ständig zu wechseln. Wer einen Helden über zwanzig Partien spielt, lernt dessen Stärken und Schwächen deutlich schneller, als wenn er jede Partie einen neuen ausprobiert.

Teamplay und Kommunikation

Dota 2 ist ein Mannschaftsspiel, in dem eine einzelne Fehlentscheidung eine Partie kippen kann. Die Kommunikation läuft über Sprachchat, Textnachrichten und ein Ping-System, mit dem Spieler auf der Karte markieren können, wohin sie gehen oder wo Gefahr droht.

Sichtkontrolle ist ein zentraler Bestandteil des Teamplays. Wards, also Beobachtungsposten, werden an strategischen Punkten platziert, um gegnerische Bewegungen zu sehen. Ein Team ohne Sicht spielt blind und läuft Gefahr, in Hinterhalte zu geraten. Die Supports kaufen die Wards, aber jeder Spieler sollte auf die Karte achten und mitteilen, wenn ein Gegner verschwindet.

Teamkämpfe entscheiden oft über den Ausgang einer Partie. Dabei kommt es darauf an, dass die Helden ihre Fähigkeiten aufeinander abstimmen. Ein Held, der Gegner festhält, und ein Held, der Flächenschaden verursacht, ergänzen sich gut. Wer allein spielt, sollte sich an die Gruppe halten, statt allein durch die Karte zu laufen. Ein einzelner Held, der ohne Rückendeckung stirbt, gibt dem Gegner einen Vorteil, der schwer aufzuholen ist.