Die besten PvE-MMORPGs für Solo-Spieler
PvE-MMORPGs sind Online-Rollenspiele, in denen Sie gegen computergesteuerte Gegner kämpfen. PvE steht für Player versus Environment, also Spieler gegen Spielwelt. Viele dieser Spiele setzen Gruppenarbeit voraus, aber einige lassen sich fast vollständig allein spielen. The Elder Scrolls Online, Final Fantasy XIV, Guild Wars 2 und World of Warcraft eignen sich am besten für Solo-Spieler: Sie bieten umfangreiche Einzelspieler-Inhalte und verlangen keine feste Gruppe.
Was allein spielbar ist
Solo-freundlich heißt: Sie schaffen die Hauptgeschichte, das Leveln und einen großen Teil der Endgame-Inhalte ohne feste Gruppe. Andere Spieler sind trotzdem in der Spielwelt präsent, aber Sie müssen nicht mit ihnen koordinieren, um voranzukommen. Die Grenze bilden Inhalte, die von der Spielmechanik her Gruppen erfordern: Raids, manche Dungeons und Weltbosse. Der Vergleich der vier Kandidaten zeigt, wie weit jedes Spiel diese Grenze nach hinten verschiebt.
The Elder Scrolls Online
The Elder Scrolls Online ist der solofreundlichste Kandidat in dieser Liste. Das Spiel skaliert alle Inhalte auf Ihr Charakterlevel. Sie können jede Zone in beliebiger Reihenfolge erkunden. Die Hauptquest, die Zonengeschichten und die Nebenquests sind vollständig allein spielbar. Dazu kommen Sammelaufgaben, Handwerk und das eigene Haus, das Sie nach Belieben einrichten.
Die Grenzen liegen bei Vier-Spieler-Dungeons und Zwölf-Spieler-Trials. Für die Dungeons gibt es eine Gruppensuche, mit der Sie sich ohne Vorabsprache mit anderen Spielern zusammenfinden. Die Trials sind die klassischen Raids (große Gruppenherausforderungen) und bleiben Gruppeninhalten vorbehalten. Wer nur die Geschichte und die offene Welt erleben möchte, findet in The Elder Scrolls Online viele Stunden Solo-Inhalt.
Das Spiel ist kaufbar, ein Abo ist optional. Das Basisspiel und die Kapitel-Erweiterungen sind separat erhältlich, das Abo ESO Plus gibt Zugang zu allen älteren Inhalten und monatlichen Kronen.
Final Fantasy XIV
Final Fantasy XIV stellt die Geschichte in den Mittelpunkt. Die Hauptquest ist der zentrale Pfad durch das Spiel und fast vollständig allein spielbar. Das Besondere: Seit der Erweiterung Endwalker können Sie viele Dungeons mit computergesteuerten Begleitern statt mit echten Spielern bestreiten. Das System ersetzt die Gruppenmitglieder durch KI-Gefährten und macht die Gruppensuche für einen großen Teil der Pflicht-Dungeons überflüssig.
Acht-Spieler-Trials und die großen Allianz-Raids benötigen echte Gruppen. Auch einige Prüfungen in der Hauptquest sind auf Gruppen ausgelegt. Das KI-Begleiter-System deckt inzwischen einen Großteil davon ab. Wer die komplette Geschichte bis zur aktuellen Erweiterung spielen möchte, investiert eine lange Spielzeit.
Das Spiel läuft im Abo-Modell. Die kostenlose Testversion umfasst die ersten drei Erweiterungen und erlaubt unbegrenztes Spielen ohne Zeitlimit. Dafür fehlen soziale Funktionen wie Handel und Gildenbeitritt.
Guild Wars 2
Guild Wars 2 setzt auf eine offene Welt, die für spontane Zusammenarbeit gebaut ist. Die persönliche Geschichte ist vollständig allein spielbar. Die dynamischen Ereignisse in der offenen Welt laufen ohne Gruppenzwang ab: Sie können sich einfach anschließen, wenn andere Spieler ein Ereignis bearbeiten, und wieder gehen, ohne etwas abzusprechen. Für die Teilnahme an einem Ereignis gibt es Belohnungen, ohne dass Sie sich mit anderen abstimmen müssen.
Fraktale, die Fünf-Spieler-Dungeons des Endgames, und Zehn-Spieler-Raids erfordern Gruppen. Die Fraktale lassen sich über die Gruppensuche finden, für Raids brauchen Sie eine eingespielte Gruppe. Dafür gibt es in Guild Wars 2 keine Ausrüstungs-Tretmühle. Die Ausrüstung veraltet nicht mit jeder Erweiterung, sodass Sie in Ihrem eigenen Tempo spielen können.
Das Basisspiel ist kostenlos, die Erweiterungen sind kaufbar. Die Erweiterungen Heart of Thorns, Path of Fire, End of Dragons, Secrets of the Obscure und Janthir Wilds bauen aufeinander auf.
World of Warcraft
World of Warcraft hat in den letzten Jahren deutlich mehr Solo-Inhalte bekommen. Das Leveln, die Zonenquests und die Weltinhalte sind allein machbar. Mit der Erweiterung The War Within kamen zwei neue Solo-Formate dazu: kurze instanzierte Einzelherausforderungen und Dungeons, die Sie mit computergesteuerten Begleitern statt mit echten Spielern bestreiten können.
Der klassische Endgame-Kreislauf aus Schlachtzügen und Mythisch-Plus-Dungeons (zeitlich begrenzte Dungeon-Varianten mit steigendem Schwierigkeitsgrad) bleibt Gruppeninhalten vorbehalten. Wer nur die Geschichte und die offene Welt erleben möchte, kommt auch in World of Warcraft auf viele Stunden Solo-Spiel. Das Spiel läuft im Abo-Modell.
Die vier Kandidaten im Vergleich
| Spiel | Solo-Geschichte | Gruppeninhalte | Preismodell |
|---|---|---|---|
| The Elder Scrolls Online | Sehr umfangreich | Dungeons und Trials | Kauf plus optionales Abo |
| Final Fantasy XIV | Sehr umfangreich | Einige Trials und Raids | Abo, großzügige Testversion |
| Guild Wars 2 | Umfangreich | Fraktale und Raids | Kauf, Basisspiel kostenlos |
| World of Warcraft | Umfangreich | Raids und Mythisch-Plus | Abo |
Weitere Solo-freundliche Spiele
Neben den vier großen Kandidaten gibt es weitere Optionen. Star Wars: The Old Republic bietet vollständig vertonte Klassengeschichten, die sich wie Einzelspieler-Rollenspiele lesen und vollständig allein spielbar sind. Das Spiel ist kostenlos spielbar mit Abo-Option. Black Desert Online ist ein Sandbox-MMORPG, in dem Grinden, Handwerk und Lebensfertigkeiten fast vollständig allein funktionieren. RuneScape und Old School RuneScape lassen sich ebenfalls fast vollständig solo spielen, wobei die Grafik und die Spielmechanik nicht jedem zusagen. New World und Lost Ark bieten solide Solo-Phasen beim Leveln, aber ihr Endgame ist stärker auf Gruppen ausgelegt.
Die Grenzen des Solo-Spiels
Die größte Grenze des Solo-Spiels sind Raids. Diese Großinhalte für acht bis vierzig Spieler verlangen Koordination, Rollenverteilung und oft wochenlange Einarbeitung. Die Spiele bieten dafür Suchwerkzeuge, aber die Erfahrung ist eine andere als das ruhige Erkunden allein. Auch einige Dungeons erfordern Gruppen, es sei denn, das Spiel bietet KI-Begleiter wie in Final Fantasy XIV oder World of Warcraft.
Eine zweite Grenze betrifft die soziale Ebene. Gilden bieten Vorteile wie gemeinsame Banken, Handwerksboni und regelmäßige Aktivitäten. Wer bewusst allein spielt, verzichtet auf diese Boni, verliert dadurch aber keinen entscheidenden Inhalt. Bei den vier genannten Kandidaten ist kein Endgame-Inhalt fest an eine Gilde gebunden.